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31.07.05: Andreas-der-Erstberufene-Preis für den Komponisten Mikis Theodorakis






Preisverleihung
MOSKAU, 19. Juli (RIA Nowosti). Dem griechischen Komponisten und Dirigenten Mikis Theodorakis wurde der Internationale Andreas-der-Erstberufene-Preis der russischen gesellschaftlichen Andreas-der-Erstberufene-Stiftung zuerkannt.

Wie der RIA Nowosti in der Stiftung mitgeteilt wurde, bekam Theodorakis die Auszeichnung "für seine selbstaufopfernde Arbeit und das Beispiel eines schöpferischen Dienstes an der Heimat sowie die Schaffung von hervorragenden Musikwerken, die den Frieden zwischen den Völkern besingen, den Geist und das nationale Selbstbewusstsein der Menschen stärken".

Die Übergabe des Preises, der nach dem russischen Heiligen Andreas dem Erstberufenen benannt ist, fand am 31. Juli auf der Insel Kreta statt.

Die Zeichen des Preises - der Reichsadler und der Ordensstern - sind Juweliererzeugnisse aus Edelmetallen und Brillanten.

Der 1992 gestiftete Andreas-der-Ertberufene-Preis wird sowohl Russen als auch Bürgern anderer Länder zuerkannt, und zwar unabhängig von ihrer Konfession, Parteizugehörigkeit, Rasse, ihrem Geschlecht, Amt oder der ausgeübten Tätigkeit.

Der neue Preisträger Mikis Theodorakis fand schon mit seinen ersten Sinfoniewerken internationale Anerkennung. Während des Zweiten Weltkrieges beteiligte er sich aktiv am Widerstand gegen die Okkupationstruppen und wurde auf das Grausamste gefoltert.

1959 erhielt Theodorakis die Goldmedaille des Moskauer Musikfestivals. Sein Liederzyklus "Epitaphios" kennzeichnete den Beginn einer Kulturrevolution in Griechenland. Er gründete das Kammermusikorchester von Athen.

Als 1967 in Griechenland die faschistische Junta an die Macht kam, ging Theodorakis in die Illegalität und begründete eine Patriotische Front. Seine Musik wurde verboten, der Komponist selbst ins Konzentrationslager in Oropos eingesperrt. Die internationale Solidaritätsbewegung, an deren Spitze Dmitri Schostakowitsch, Leonard Bernstein und Arthur Miller standen, erreichte 1970 die Freilassung des Komponisten und die Ersetzung seines Urteils durch eine Verbannung.

Im Exil kämpfte Theodorakis für den Sturz der Junta und den Zusammenschluss der Widerstandskräfte. Im Zuge des Kampfes für die Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland gab er in der ganzen Welt rund 1 000 Konzerte und wurde zu einem Symbol des Widerstandes gegen die Diktatur.

Photo: http://www.mikis-crete.gr/MikisPg85-08.htm



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